Das Shortcut-Prinzip

Sie haben nun nach allen Abklärungen die Diagnose erhalten, dass ein oder mehrere Zähne entfernt und durch ein Implantat ersetzt werden sollten. Normalerweise werden tote oder wurzelbehandelte Zähne extrahiert und dann wird etwa 3 Monate gewartet. Nach dieser Frist folgt eventuell ein künstlicher Knochenaufbau, danach wird wieder 6 Monate gewartet. Später folgt das Implantat, dann wieder 3 – 4 Monate warten. Schlussendlich hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis nach dem Herausziehen des toten Zahns wieder ein fester Zahnersatz vorhanden ist. Beim Shortcut-Prinzip werden zunächst die toten Zähne chirurgisch entfernt. Das umliegende entzündete oder zystische Gewebe muss vollständig beseitigt werden. Weicher Knochen sollte rückstandslos auskürettiert werden. Darauf folgen die Desinfektion des Gewebes mit Ozon sowie die Entstörung mit «Traumeel» und «Procain». All dies erfolgt völlig schmerzfrei und schonend in Lokalanästhesie.

Direkt danach kommt das Keramikimplantat der neuesten Generation in die leere Knochenalveole. Oftmals dauert die sorgfältige, schonende Entfernung des toten Zahns wesentlich länger als die schmerzfreie Insertion des Implantats. Durch die körpereigene Wundheilung ist der Knochen zu 100 % aktiv und man lässt ohne künstliches Material die Zwischenräume ausbluten und dann ausheilen. Aus diesem Wundgebiet wird zunächst Granulationsgewebe und das Zahnfleisch wächst an der extra breit gestalteten, völlig metallfreien Implantatschulter an, weil Zirkonoxid diese biologische Eigenschaft aufweist. Dies ist die Grundlage der Einheilung, denn alles was darunter ist, wird in festen Knochen umgebaut. Ist der Spalt zu gross, werden dem Patienten ein bis zwei Röhrchen Blut entnommen, dieses wird zentrifugiert und die daraus entstehende körpereigene Fibrinmembran wird ohne künstliche Zusatzstoffe und ohne künstlichen Knochen in das Wundgebiet eingeführt. In der Regel gibt es eine schöne, rasche und rein biologische Wundheilung. Sehr häufig wird nicht ein einziges Schmerzmittel benötigt, da es oftmals weder Schmerz noch Schwellung gibt.

Nach 3 – 4 Monaten sind die Implantate in der Regel vollkommen eingeheilt, belastbar und stabil und können mit Aufbauteilen versorgt, abgeformt und mit Kronen versorgt werden. Da die Implantate metallfrei und weiss sind, entsprechen sie den höchsten ästhetischen Anforderungen.

Beispiel eines Patienten mit Serienextraktion ALLER Zähne im Oberkiefer und nachfolgender Implantatversorgung. JEDES Störfeld, JEDER wurzelbehandelte Zahn, JEDES Metall, JEDE Entzündung dauerhaft entfernt und vollkeramisch ersetzt...